Pünktlich zum Jahresende: Neue Verpflegungs- und Übernachtungspauschalen im Ausland für 2013

Pünktlich zum Jahresende: Neue Verpflegungs- und Übernachtungspauschalen im Ausland für 2013

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und mit Beginn des neuen Jahres treten neue Auslandspauschalen in Kraft.

Ab dem 01.01.2013 gelten die vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten neuen Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten.

Die wichtigsten Änderungen haben wir in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.

Neu hinzugekommen sind die Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten für Äquatorialguinea und den Südsudan. Auch die Städte Canberra (Australien), Lyon und Marseille (Frankreich) haben nun eigene Pauschalen, hier galten zuvor die Pauschalen der jeweiligen Länder.

Weggefallen sind dafür die Städte Melbourne (Australien), Jaunde (Kamerun), Wien (Österreich), Bern (Schweiz) und Edinburgh (Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland). Für diese Städte gelten nun die Pauschalen des jeweiligen Landes.

Angestiegen sind die Verpflegungsmehraufwendungen- und Übernachtungskosten beispielsweise in Australien, Griechenland, Luxemburg und der Schweiz. Während die Verpflegungspauschalen zum Beispiel in Finnland und Österreich gesunken sind.
Bei einer Abwesenheitsdauer von 24 Std. wurde die Pauschale für die Schweiz von 42 € auf 48 € heraufgesetzt. In Österreich hat sich die Pauschale dagegen von 36 € auf 29 € verringert.

Eine vollständige Übersicht über alle Änderungen der Verpflegungs- und Übernachtungspauschalen finden Sie hier: BMF-Schreiben vom 17.12.2012

Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten müssen nicht gewährt werden

Die Entscheidung ob ein Unternehmen bei Dienstreisen Verpflegungs- und Übernachtungspauschalen bezahlt obliegt dem Unternehmen. Es besteht keine Pflicht.

Für den Mitarbeiter gilt: Zahlt das Unternehmen keine Verpflegungspauschalen kann der Mitarbeiter diese als Werbungskosten in seiner Einkommensteuererklärung geltend machen. Bei Übernachtungen in privaten Unterkünften, kann der Mitarbeiter die nicht erstatteten Übernachtungskosten jedoch NICHT als Werbungskosten in seiner Einkommensteuererklärung geltend machen.

So wissen Sie immer welche Auslandspauschale gilt

Überprüfen Sie, ob es sich um eine eintägige oder mehrtägige Reise handelt.

Bei einer mehrtägigen Reise vom Inland ins Ausland sind die Pauschbeträge des Ortes maßgebend, den der Mitarbeiter vor 24 Uhr Ortszeit erreicht hat.

Sowohl für eintägige Reisen ins Ausland als auch für Rückreisetage aus dem Ausland in das Inland ist bei der Reisekostenabrechnung der letzte Tätigkeitsort im Ausland für die Pauschalen gültig.

Was viele nicht wissen: Für alle Länder die nicht in der Übersicht des Bundesfinanzministeriums enthalten sind gelten die Pauschbeträge von Luxemburg.

Zeige Kommentare (4)

  • Ein Kollege hat in der Schweiz einige Tage einen Einsatz. Das Hotel zahlt unser Kunde. Setze ich den vollen Verpflegungsbetrag für die Schweiz an, oder reduziere ich den Betrag trotzdem um 20%.
    Danke!

    • Hallo Anja,

      wenn der Kollege 2014 in der Schweiz tätig ist und gefrühstückt hat, dann muss der Mitarbeiter das Frühstück kürzen.
      Auch wenn der Kunde die Hotelrechnung zahlt.
      In 2013 könnte alternativ auch der Sachbezug abgezogen werden.
      Es muss auf jeden Fall ein Abzug/Kürzung vorgenommen werden.

      Viele Grüße
      Cornelia Meier

  • Hallo!
    Danke für den Artikel!
    Ich habe mir die verlinkte Liste mal mit einigen Kollegen angesehen. Wir arbeiten in französisch Guayana in Süd-Amerika. Politisch gehört es zu Europa, da es sich um ein französisches Überseedepartment handelt. Da in der Liste nicht aufgeführt, tritt die Regel für Überseegebiete in Kraft.
    Somit beziehen wir nun nur noch 81,00€ übernachtungspauschale (Frankreich) anstatt der in den letzten Jahren gezahlten 100,00€.
    Wir können diese Neue Pauschale nicht nachvollziehen. Unserer Meinung nach, kann man hier mit den nun 81€ nicht (vernünftig) übernachten.
    Gibt es eine Adresse (Email) wo man mal nachhaken kann? Wir wüssten gerne ob es den "Bewertern" bewusst ist, was Französisch Guayana "bedeutet"
    Danke für eine Antwort bzw für Hilfe.
    Manfred

    • Hallo Herr Petersen,

      es ist richtig, dass es da eine Überseeregelung gibt.

      Haken Sie doch mal beim Bundesministerium der Finanzen nach, die veröffentlichen diese Listen.
      Einen E-Mail Kontakt habe ich leider nicht.
      Teilen Sie uns doch mit, was dabei rauskommt, wir sind auch gespannt wie diese "Bewertungen" eigentlich gemacht werden.
      Viel Erfolg
      Melanie Heinemann