Mahlzeiten: Essensmarke statt Kürzung der Verpflegungspauschale

Anfang Januar 2015 hat die Finanzverwaltung ein BMF-Schreiben herausgegeben, das die Regeln für Essensmarken bei Auswärtstätigkeit vereinfacht.
Als Mitarbeiter sollten Sie deshalb auf Dienstreisen Essensmarken einer zur Verfügung gestellten Mahlzeit durch den Arbeitgeber vorziehen. Denn bei der Ausgabe einer Essensmarke handelt es sich nicht um eine vom Arbeitgeber veranlasste Mahlzeit, sondern um einen Verpflegungszuschuss. Nutzen Sie Essensmarken, entfällt die Kürzung der Verpflegungspauschale und Sie erhalten unter Umständen einen höheren steuerfreien Betrag zurück.

Beispiel:
Ein Mitarbeiter erhält eine Essensmarke mit einem Wert von 5,00 €. Er ist über 8 Stunden auswärts tätig und erhält eine Verpflegungspauschale von 12,00 € für diesen Tag. Die Essensmarke löst er für ein Mittagessen ein.

Da es sich bei der Essensmarke nicht um eine vom Arbeitgeber veranlasste Mahlzeit handelt, muss der Mitarbeiter keine 9,60 € für das Mittagessen kürzen. Lediglich 5,00 € für die Essensmarke müssen von den 12,00 € Pauschale abgezogen werden. Der Mitarbeiter bekommt an diesem Tag somit 7,00 € steuerfrei erstattet.

Hätte er keine Essensmarke erhalten, dafür aber eine vom Arbeitgeber veranlasste Mahlzeit, hätte der Mitarbeiter nur 2,40 € erhalten (12,00 € Tagespauschale – 9,60 € Kürzung für das Mittagessen).

Diese Erleichterung gilt für die ersten 3 Monate einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit. In dieser Zeit handelt es sich bei der Ausgabe von Essensmarken nicht um eine vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Mahlzeit, sondern um einen steuerfreien Verpflegungszuschuss. Der Differenzbetrag zwischen der steuerfreien Verpflegungspauschale und dem Wert der Essensmarke kann der Arbeitnehmer als Werbungskosten geltend machen.

Und nach 3 Monaten gilt: An Mitarbeiter ausgegebene Essensmarken dürfen nun mit dem Sachbezugswert bewertet werden. Übersteigt die Essensmarke nach Ablauf der Dreimonatsfrist nicht den max. Verrechnungswert einer Essensmarke von 6,10 €, führt die Ausgabe der Essensmarke zu einem geldwerten Vorteil in Höhe des Sachbezugswerts (bei Mittag- und Abendessen 2015 = 3,00 €). Der geldwerte Vorteil von 3,00 € kann mit 25% pauschal besteuert werden und ist in diesem Fall sozialversicherungsfrei (§ 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1a EStG i.V.m. § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 SvEV).

BMF-Schreiben vom 5.1.2015 IV C 5 – S 2334/08/10006; DOK 2014/1146426

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Anzeigen von 2 Kommentaren
  • Angela Kilz
    Antworten

    Wie kann ich dazu bzw. Grundsätzlich eine Frage stellen?

    • Cornelia Meier
      Antworten

      Hallo Angela,

      schreiben Sie Ihre Frage einfach so wie Sie diesen Kommentar geschrieben haben.

      Schönen Abend
      Cornelia Meier

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