Aufmerksamkeiten zu besonderen Anlässen

Aufmerksamkeiten für Mitarbeiter zu besonderen, persönlichen Anlässen, wie z. B. zu Jubiläen, Geburtstagen oder zur Hochzeit sind bis zu eine Freigrenze von 60 Euro pro Anlass steuer- und sozialversicherungsfrei (R 19.6, Abs. 1 LStR). Zu beachten ist, dass Feiertage wie Weihnachten oder Ostern nicht als besondere persönliche Anlässe gewertet werden.

44 Euro steuerfreie Sachbezüge

Neben Aufmerksamkeiten zu besonderen Anlässen können Arbeitgeber Ihren Mitarbeitern nach § 8 Abs. 2 EStG zusätzlich zum regulären Gehalt Sachbezüge von bis zu 44 Euro monatlich steuer- und sozialversicherungsfrei zukommen lassen. Das können z. B. auch Jobtickets, Tank- oder Einkaufsgutscheine sein. Wichtig ist dabei, dass es sich um Sachleistungen oder Gutscheine handelt, bei denen eine Barauszahlung ausgeschlossen ist. Darüber hinaus können Sachbezüge nur monatlich und nicht rückwirkend oder zusammengefasst für ein Jahr steuerfrei vergeben werden.

Sowohl bei den 44 Euro Sachbezügen als auch bei den 60 Euro pro Aufmerksamkeiten handelt es sich nicht um Freibeträge sondern um Freigrenzen. Werden diese nur im einen Cent überschritten wird der komplette Betrag lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.

Pauschale Besteuerung

Bei Sachgeschenken und Gutscheinen mit einem Wert von über 44 Euro ist nach § 37b EStG eine pauschale Versteuerung durch den Arbeitgeber mit 30 Prozent möglich. Der beschenkte Mitarbeiter wird damit von der Steuer befreit, nicht jedoch von den Sozialabgaben. Die Pauschalbesteuerung ist bis zu einem Wert von 10.000 Euro pro Mitarbeiter und Jahr möglich.

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