Geschenke bis 35 Euro und über 35 Euro

Geschenke an Kunden und Geschäftspartner können nach § 4 Abs. 5. S. 1 EStG bis zu einer Freigrenze von 35 Euro netto pro Empfänger und Kalenderjahr als Betriebsausgaben abgezogen werden. Es handelt sich hierbei um eine Freigrenze und nicht um einen Freibetrag. Werden die 35 Euro nur um einen Cent überschritten gilt die Aufwendung für das Geschenk als “nicht abzugsfähige Betriebsausgabe” und kann steuerlich nicht mehr berücksichtigt werden.

Wichtig ist daher eine genaue Dokumentation der Geschenke, deren Kosten und der Namen der beschenkten Personen sowie die Buchung der Geschenke bis 35 Euro und über 35 Euro auf separaten Konten. Nur bei einer separaten Dokumentation und Buchung können Geschenke bis 35 Euro als Betriebsausgabe abgezogen werden.

Als Empfänger eines Geschenks sind diese wiederum als Einnahmen zu bewerten, zu buchen und zu versteuern. Nach § 37b EStG können Unternehmen ihre Geschäftspartner und Kunden jedoch durch eine pauschale Versteuerung des Geschenks mit 30% (zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) vorab von der Steuer befreien.

Geschenke unter 10 Euro – Streuwerbeartikel

Steuerrechtlich werden sogenannte Streuwerbeartikel (wie z. B. Kugelschreiber, Notizblöcke oder USB-Sticks) nicht als Geschenke sondern als Werbemittel angesehen. Bis zu einem Wert von 10,00 Euro pro Artikel können diese ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden. Im Gegensatz zu Geschenken an Geschäftspartner muss bei Streuartikeln keine Geschenkeliste geführt werden.

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