Die Regierung will Reisekostenabrechnung steuerlich vereinfachen

Wird die Abrechnung von Reisekosten zukünftig erleichtert?

Laut der Financial Times Deutschland (FTD) soll die Besteuerung von Geschäftsreisen vereinfacht werden. Im Rahmen der Reisekostenabrechnung sollen vor allem die Regelungen zur Arbeitsstätte, zur dienstlichen Auswärtstätigkeit und zum Verpflegungsmehraufwand unter die Lupe genommen werden.

Der Realität wird das Reisekostenrecht nicht mehr gerecht und die Urteile der Finanzgerichte sind oft widersprüchlich, kritisiert die Wirtschaft laut FTD. Der Kapitalaufwand der Unternehmen sei im Bereich der Reisekostenabrechnung sehr hoch. Die Erstattung von 6 Euro Spesen im Zuge der Reisekostenabrechnung verursacht bei Unternehmen Kosten in Höhe von 40 Euro, erklärt der BDI.

Und das soll bei der Reisekostenabrechnung vereinfacht werden:

Ziel sei es die Bürokratie bei der Reisekostenabrechnung abzubauen, die Kosten für Unternehmen zu senken und den Firmen mehr Rechtssicherheit gegenüber dem Finanzamt zu gewähren, schreibt die FTD. Die Reform des Reisekostenrechts soll aber frühestens Anfang 2012 in Kraft treten.

In einem hat die Regierung recht, eine Vereinfachung der gesetzlichen Regelungen bei der Reisekostenabrechnung ist erforderlich. Fraglich bleibt, ob dies im deutschen Steuerdschungel überhaupt umsetzbar ist und am Ende nicht noch komplizierter wird.

Was zudem eine Kostenersparnis für die Unternehmer bedeutet kann für die Arbeitnehmer schon wieder zum Nachteil sein.

Der Mobilitätsmanager beispielsweise warnt schon jetzt vor übertriebenem Optimismus. Bis heute hat es laut dem Magazin noch keine Regierung und kein Ministerium geschafft, irgendetwas zu vereinfachen, erst recht nicht im Steuerrecht.

Zum Artikel aus der Financial Times Deutschland.

Empfohlene Beiträge

Beginnen Sie mit der Eingabe und drücken Sie Enter, um zu suchen

Nur noch eine regelmäßige Arbeitsstätte - Die 46 Tage-Regelung entfällt