Verpflegungsmehraufwand: Neue Pauschalen für 2017

Foto: © Tim Reckmann / pixelio.de
Die ab Januar 2017 gültigen Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten stehen fest. Die bereits sehnlichst erwarteten neuen Pauschalen für 2017 wurden heute nun endlich durch das Bundesministerium für Finanzen offiziell bekannt gegeben.

Neu gewürfelt wurden die Pauschbeträge für über 50 Destinationen. Mit weniger Barem für Speis und Trank müssen sich z. B. Geschäftsreisende in Ungarn, Serbien oder der Ukraine abfinden. In den USA kommen auswärts Tätige hingegen landesweit in den Genuss von höheren gesetzlichen Spesen. Die Stadt Kanton im Süden Chinas sowie das russische Jekaterinburg erhalten ab 2017 eigene Pauschalen.

Die komplette Liste der Auslandsreisepauschalen 2017 finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen oder hier zum Download:

Auslandspauschalen 2017

 

4 Gedanken zu “Verpflegungsmehraufwand: Neue Pauschalen für 2017

  1. Guten Abend,

    ich arbeite in Deutschland und befinde mich z.Zt. auf einer 4-monatigen beruflichen Auswärtstätigkeit in Brüssel. Ich habe verstanden, dass ich für die ersten drei Monate die Verpflegungsmehraufwandspauschale für das Land Belgien geltend machen kann (d.h. laut aktueller Tabelle 41€ für jeden vollen Tag bzw. 28€ für die An- und Abreisetage sofern ich mind. 8 Stunden in Belgien war). Liege ich hier richtig?

    Meine eigentliche Frage bezieht sich nun allerdings auf die Reisekosten (bzw. Heimfahrten). Die Wochenenden verbringe ich in aller Regel zuhause in Deutschland. Die Strecken lege ich entweder mit dem privaten PKW zurück oder fahre mit der Bahn. Eine Erstattung durch den Arbeitgeber findet nicht statt. Kann ich hier jeweils beide Strecken (beispielsweise freitags nach Deutschland und sonntags zurück nach Belgien) geltend machen, oder nur eine? Und wie sieht es mit der Zuordnung aus? Muss ich im Falle einer Zugfahrt den tatsächlichen Fahrpreis abrechnen oder kann auch hier eine Pauschale (30 Cent/km) geltend gemacht werden?

    Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort und bedanke mich herzlich vorab!
    Mit freundlichen Grüßen
    Christopher

    • Guten Tag Christopher,

      in Bezug zu den Verpflegungspauschalen auch im Zusammenhang mit der Dreimonatsregel sind Sie richtig informiert.
      Was die Wochenendfahrten angeht, können bei einer Auswärtstätigkeit unseres Wissens die sog. Familienheimfahrten in vollem Umfang erstattet werden, d. h. sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt.
      Die Voraussetzung dafür ist, dass man einen privaten PKW benutzt oder mit Bahn/Bus fährt. Bei einer Autofahrt sind es die erwähnten 30 Cent/km und bei einer Bahnfahrt kann der tatsächliche Preis abgerechnet werden. Falls Ihnen der Arbeitgeber die Reisekosten nicht erstattet, versuchen Sie diese über die jährliche Steuererklärung geltend zu machen.
      Informieren Sie sich auch im „Handbuch Reisekostenrecht 2014“ von Michael Popp, S. 119, Punkt 3.4.1.4.

      Um eine verbindliche Auskunft zu erhalten, wenden Sie sich bitte an das Finanzamt.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ulrika Schwabik

  2. Guten Tag,
    wie sind bei den Übernachtungspauschalen die Stadtgrenzen definiert, z. B. gilt es für Los Angeles County oder nur für Los Angeles Zentrum? Wie sieht es bei Houston aus?
    Vielen Dank und freundliche Grüße

    • Hallo,

      meines Erachtens beziehen sich die Pauschalen nur auf das eigentliche Stadtgebiet und schließen umliegende Counties, Departements oder andere Verwaltungsbezirke nicht mit ein. Bei Houston sind die Stadtgrenzen meines Wissens klar definiert, daher würde ich für Reisen ins nähere Umland die allgemeine Landespauschale (USA) vergeben. Wenden Sie sich in dieser Angelegenheit und bezüglich der genauen Stadtgrenzen aber bitte zur Sicherheit an Ihr Finanzamt.

      Viele Grüße
      Janine

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