Lexikon: Verpflegungsmehraufwendungen (Inland/Ausland)

Bei den gesetzlichen Verpflegungsmehraufwendungen muss zwischen eintägigen und mehrtägigen Reisen unterschieden werden.

1. Eintägige Auswärtstätigkeiten im Inland

Für eintägige auswärtige Tätigkeiten ohne Übernachtung kann ab einer Abwesenheit von mehr als 8 Stunden von der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte eine Pauschale von 12 Euro berücksichtigt werden.

Dies gilt auch, wenn der Arbeitnehmer seine auswärtige berufliche Tätigkeit über Nacht (also an zwei Kalendertagen) ausübt – somit nicht übernachtet – und dadurch ebenfalls insgesamt mehr als 8 Stunden von der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte abwesend ist.

2. Mehrtägige Auswärtstätigkeiten im Inland

Für mehrtägige auswärtige Tätigkeiten mit Übernachtung kann für die Abwesenheit eines vollen Tages, also 24 Stunden, von der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte eine Pauschale von 24 Euro berücksichtigt werden (Zwischentag).

Für Anreise- bzw. Abreisetag einer Auswärtstätigkeit gelten besondere Regelung. In den Reisekosten kann bei einer mehrtägigen Dienstreise bereits für den Anreisetag, unabhängig davon, wie viele Stunden der Mitarbeiter unterwegs ist, eine Pauschale angesetzt werden. Das gleiche gilt auch für den Tag der Ankunft bei Beendigung der Dienstreise. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass es davor/danach eine Übernachtung außerhalb der Wohnung gab.

Als Wohnung im vorstehenden Sinn gilt (§ 9 Absatz 4a Satz 4, 2. Halbsatz EStG)
a.) Der Hausstand, der den Mittelpunkt der Lebensinteressen des Arbeitnehmers bildet
und nicht nur gelegentlich aufgesucht wird oder
b.) Die Zweitwohnung am Ort einer steuerlich anzuerkennenden doppelten Haushaltsführung (insbesondere zu berücksichtigen, wenn der Arbeitnehmer mehrere Wohnungen hat).
Kosten für die Übernachtung müssen nicht vorliegen (z.B. eigenes Ferienappartment, Wohnung Eltern).

3. Dreimonatsfrist, § 9 Absatz 4a Satz 6 EStG

Der Abzug der Verpflegungsmehraufwendungen ist auf die ersten drei Monate einer längerfristigen beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte beschränkt. Eine berufliche Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte liegt nur vor, wenn der Arbeitnehmer an dieser mindestens an drei Tagen wöchentlich tätig wird. Die Dreimonatsfrist beginnt daher nicht, so lange die auswärtige Tätigkeitsstätte an nicht mehr als zwei Tagen wöchentlich aufgesucht wird.

Eine Unterbrechung der beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte führt zu einem Neubeginn der Dreimonatsfrist, wenn sie mindestens vier Wochen dauert (§ 9 Absatz 4a Satz 7 EStG). Der Grund der Unterbrechung ist unerheblich; es zählt nur die Unterbrechungsdauer. Die Prüfung des Unterbrechungszeitraums und des Ablaufs der Dreimonatsfrist erfolgt stets im Nachhinein mit Blick auf die zurückliegende Zeit.

4. Auswärtstätigkeiten im Ausland

Grundsätzlich gelten auch für auswärtige Tätigkeiten dieselben Regelungen wie für Tätigkeiten im Inland, d.h. es wird auch hier zwischen eintägigen und mehrtägigen Auswärtstätigkeiten und den jeweiligen Intervallen unterschieden.

Die jeweiligen Auslandsverpflegungspauschalen sind durch das BMF-Schreiben festgesetzt worden. Diese unterscheiden sich pro Land sowie nach der oben genannten Berechnung. Bestimmte Städte haben zudem besondere, vom übrigen Land abweichende Pauschalen (z.B. London in Großbritannien). Für die Ansetzung der Länder bzw. Städte gelten folgende Regeln:

Für Auswärtstätigkeiten im Ausland, die am gleichen Tag beginnen und enden ist der Pauschbetrag des letzten Tätigkeitsortes im Ausland anzusetzen, auch wenn der Arbeitnehmer vorher oder nachher oder sogar überwiegend im Inland tätig geworden ist. Wird ein Land nur durchquert, liegt in diesem Land kein „Tätigkeitsort“, da der Reisende dort nicht dienstlich tätig ist.

Bei einer ausländischen Auswärtstätigkeit, die an einem Tag beginnt, und mit Übernachtung außerhalb der Wohnung an einem Folgetag endet, richtet sich die Verpflegungspauschale immer nach dem Ort, den der Reisende vor 24:00 Uhr Ortszeit zuletzt erreicht hat.

Ausgenommen davon ist der Rückreisetag. Für den Tag des Grenzübergangs vom Ausland in das Inland ist der letzte Tätigkeitsort im Ausland maßgebend. Letzter Tätigkeitsort im Ausland ist der ausländische Ort, an dem der Reisende zuletzt seine berufliche Tätigkeit ausgeübt hat. Es ist daher möglich, dass der letzte Tätigkeitsort nicht in dem Land liegt, aus dem der Reisende in die Bundesrepublik einreist.

Ausnahmen:

Nicht im BMF-Schreiben erfasste Länder
Für im BMF-Schreiben nicht erfasste Länder ist Luxemburg anzusetzen.

Flugreisen
Fliegt der Arbeitnehmer von einem ausländischen Flughafen in ein anderes Ausland, das er erst
am zweiten Tag erreicht, erhält er für den Abflugtag die Verpflegungspauschale für das Abflugland, da er das Zielland an diesem Tag noch nicht erreicht hat. Zwischenlandungen, ohne dass dort eine Übernachtung stattgefunden hat, werden nicht berücksichtigt. Erstreckt sich eine Flugreise über mehr als zwei Kalendertage, so ist für die Tage, die zwischen dem Tag des Abflugs und dem Tag der Landung liegen, das für Österreich geltende Tagegeld maßgebend.

Schiffsreisen
Bei Schiffsreisen ist für die Tage der Einschiffung und Ausschiffung die für den jeweiligen Hafenort geltende Verpflegungspauschale maßgebend. Bei einer am selben Tag anfangenden und endenden Fährfahrt ist die für den Ankunftshafenort geltende Verpflegungspauschale maßgebend. Erstreckt sich eine Schiffsreise über mehr als zwei Kalendertage, so ist für die Tage, die zwischen dem Tag des Ablegens und dem Tag des Anlegens liegen, das für Luxemburg geltende Tagegeld maßgebend.

48 Gedanken zu “Lexikon: Verpflegungsmehraufwendungen (Inland/Ausland)

  1. Hallo, ich reise die nächsten Tage nach Genf um dort auf der Messe zu arbeiten, Arbeitszeit beträgt dabei 10-12h täglich. Übernachten werde ich allerdings in Frankreich, liegt ja direkt an der Grenze und die Hotels sind dort etwas billiger für meinen Auftraggeber. Nun wäre allerdings meine Frage, welche Verpflegungssatz darf man denn anwenden, wir werden das Hotel täglich vor 24 Uhr erreichen. Arbeiten selbst werden wir nur in Genf, nicht in Frankreich.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

    • Hallo Thomas,

      eine schöne Frage. 🙂
      Sind sie vor 24 Uhr wieder im Hotel in Frankreich, greift die 24 Stunden Regel und sie erhalten die Pauschale für Frankreich, auch wenn Sie dort gar nicht tätig waren.
      Am Abreisetag ist jedoch immer die Pauschale des Landes der letzten Tätigkeitsstätte maßgebend. Für den Abreiseisetag können Sie also die Verpflegungspauschale Genf ansetzen.

      Viele Grüße
      Janine Baumann

  2. Hallo,

    Mein Beispiel:

    Dienstreise mit Übernachtung innerhalb Deutschland, Hotel weist Frühstück in Höhe von 16 €/ Frühstück aus. AG will diese 16 € abziehen statt der 4,80 € (20 % von 24 €). Ist das richtig?

    • Hallo Michael,

      ja, der Arbeitgeber muss die Kosten für das Frühstück nicht zwingend tragen.

      Erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber keine Verpflegungspauschale und bezahlen Ihre Mahlzeiten aus eigener Tasche, können Sie die Pauschalen in Ihrer Steuererklärung in vollem Umfang geltend machen.

      Viele Grüße
      Janine Baumann

  3. Guten Tag,

    eine Frage zur Kürzung des VMA für Frühstück:
    der AG steht auf dem Standpunkt, dass jede Übernachtung ein Frühstück enthält. Es wird also bei jeder Hotelübernachtung und Kostenübenahme der VMA um 4.80€ gekürzt. Es kann ggf. auch eine Frühstücksrechnung einer Bäckerei dem AG eingereicht werden.
    Wie sieht das aus bei Zahlung einer Übernachtungspauschale von 20€? Kann / muss hier der VMA ebenfalls um 4.80€ gekürzt werden?

    Vielen Dank im Voraus für eine Antwort
    A.S.

    • Hallo A.Saul,

      wenn Sie privat übernachten / Übernachtungspauschale stellt Ihnen Ihr Arbeitgeber kein Frühstück zur Verfügung, deshalb wird in diesem Fall auch nicht gekürzt.
      In unserem Lexikon finden Sie einen Beitrag zur Kürzung, der ist bestimmt interessant für Sie:
      http://www.reisekosten.de/lexikon/kuerzung/

      Viele Grüße
      Cornelia Meier

  4. Na das ist ja spannend.
    Anstatt die Sache zu vereinfachen wurde sie viel zu kompliziert.

    Aber gut.
    Vielleicht kann mir jemand weiter helfen.

    Ich bin angestellter Kurierfahrer und fahre fast ausschließlich international.
    Welche Reisekosten kann ich denn nun meiner Firma gegenüber geltend machen, wenn folgendes Szenario vorliegt.

    Ich fahre am 24.1.17 um 800 aus Berlin los und komme um 2200 in Litauen an.
    Am 25.1.17 um 0900 lade ich in Litauen, fahre weiter nach Riga, lade dort um 1300 und fahre dann Richtung Deutschland, übernachte aber noch einmal in Polen.
    Am 26.1.17 komme ich gegen 1800 in Berlin an und entlade dort.

    Bisher habe ich wie folgt abgerechnet ( immer Ü / V )
    1. Tag : 68€/16€ ( Litauen )
    2. Tag : 50€/27€ ( Polen )
    3. Tag : 12€ ( Deutschland )

    Ab 2017 hieße es doch, daß der Ort meiner letzten Tätigkeit im Ausland für den Pauschbetrag des letzten Reisetages ( Verpflegungsmehraufwendung ) zugrunde gelegt wird, hier also Riga in Lettland und demnach eine Erstattung in Höhe von 30€ beantragt werden kann.

    Oder liegt, da ich ja in Berlin entlade, mein letzter Tätigkeitsort in Deutschland und wird demzufolge weiterhin mit 12€ vergütet ?

    • Hallo Michael,

      das Reisekostenrecht bleibt leider kompliziert, da gebe ich Ihnen vollkommen recht 🙁

      Zu Ihre Abrechnung:
      1. Tag – Litauen -> richtig, um 24:00 Uhr sind Sie in Litauen
      2. Tag – Polen -> auch richtig. Sie befinden sich zwar auf der Rückreise, aber sind noch nicht in Deutschland zurück, sondern um 24:00 Uhr in Polen.
      3. Tag – Lettland/Riga (80€/30€) -> Sie kommen aus dem Ausland nach Deutschland zurück. Hier wird die Pauschale des letzten Tätigkeitsortes angesetzt.

      Damit endet ihre Reise und Sie kehren zu Ihrem Unternehmensstandort zurück, deshalb habe ich Berlin nicht als Ihren letzten Tätigkeitsort mitgerechnet.

      Viele Grüße
      Cornelia Meier

  5. Guten Abend,
    habe eine Frage zur An-/Abreisetag Regelung.
    1. Inland
    a) Mitarbeiter reist 0900 an (arbeitet bis 1900), übernachtet dienstlich und reist 1100 wieder ab.
    Nach meiner Rechnung 12+12=24€
    b) Mitarbeiter reist 2000 an (arbeitet nicht mehr), übernachtet 2h Meeting und reist 1100 wieder ab.
    Nach meiner Rechnung ebenfalls 12+12=24€

    Wie sähen die gleichen Beispiele im Ausland aus?
    Nur 12€ am Anreisetag und dann den Betrag für >8h Abwesenheit im jeweiligen Land? Oder gibt es bei 1 a) bereits die >8h Pauschale fürs Ausland?

    Danke vorab

    • Hallo,

      die Rechnungen im Inland sind richtig.
      Im Ausland gilt für den Anreisetag die Pauschale des Ortes, an dem Sie sich um 24:00 Uhr befinden.
      Für den Rückreisetag zählt die Pauschale des letzten Tätigkeitsort.
      In Ihrem Beispiel also für beide Tage die Pauschale des jeweiligen Landes, nicht Deutschland.

      Viele Grüße
      Cornelia Meier

  6. Hallo,

    ich habe zwei Fragen zur Dreimonatsfrist.

    Frage 1:
    Gilt für die Berechnung der Dreimonatsfrist drei durchgehende, also aufeinander folgend Tage, z. B. Montag bis Mittwoch oder (auch) wenn man an drei nicht aufeinander folgenden Tagen am gleichen Standort tätig ist, z. B. Montag, Mittwoch, Freitag?

    Denn es heißt ja „an mehr als zwei Tagen“, bzw. „ab dem dritten Tag“ pro Woche. Es wird nämlich nicht erwähnt, dass die Tage des Aufenthalts durchgehend sein müssen – zumindest konnte ich nichts derartiges finden.

    Frage 2:
    Wie verhält es sich, wenn man übers Wochenende auf Dienstreise ist, z. B. Donnerstag bis Dienstag, am Wochende selbst jedoch nicht gearbeitet hat?

    Vielen Dank führ Ihre Antworten.

    Viele Grüße
    Christian

  7. Guten Tag Herr Yilmaz,
    ich bin durch Zufall auf Ihren Blog gestoßen, weil ich auf der Suche nach der Beantwortung folgenden Sachverhalts bin und wissen möchte, ob ich diesen richtig abgerechnet habe.

    Ein Mitarbeiter startet aus den USA (Wyoming) am 25.07. um 8.00 Uhr eine Dienstreise nach Houston; Abwesenheit insgesamt 16 Stunden von der Wohnung; keine Mahlzeitengestellung im Flugzeug).
    (= 38 EUR für den Anreisetag nach Houston?).

    In Houston bleibt er 10 Tage aufgrund dienstlicher Meetings.
    (=10 x 57 EUR/ Tag).

    Dann beginnt er die Rückreise von Houston nach München am 04.08. und kommt am 05.08. um 10 Uhr in München an und übernachtet dort privat. Er erhält Mittag und Abendbrot im Flugzeug.
    (= 38 EUR/ Abreisetag abzgl. 80% für Mahlzeitengestellung?)

    Am 7.8. um 21.00 Uhr nimmt er die Reise zur Wohnung innerhalb Deutschlands wieder auf und erreicht seine Wohnung am 8.8. um 9.00 Uhr.
    (= Bekommt er für den 8.8. nochmal 12 EUR Verpflegung aufgrund der Abwesenheit in Deutschland oder würde dies nicht mehr berücksichtig werden, da er ohne private Übernachtung bereits vorher zu Hause gewesen wäre?)

    Vielen Dank vorab für eine Antwort :),
    Melinda

    • Hallo Melinda,

      ich fasse die Zahlen einfach stichpunktartig zusammen:

      1. Reise:
      25.07.: 38 € / Weitere 10 Tage: 10 x 57 € / 05.08.: 38 € abzlg. 80% von 57 €

      2. Reise:
      08.08. 12 € (Mitternachtsregel)
      ABER: Die USA Reise könnte auch bereits am 05.08. mit der Ankunft in München enden, der Mitarbeiter hätte hier schon zuhause sein können. In diesem Fall ist die Reise vom 07. – 08.08. keine Reise und die Kosten hierfür muss der Mitarbeiter selbst tragen.

      Viele Grüße
      Cornelia Meier

    • Guten Tag zusammen,

      Gibt es eventuell eine Tabelle dieser Art auch in den Staaten? (Sprich Richtlinie für Tagessätze die in USA geregelt sind??)
      Oder gibt es da sozusagen kein gesetzliches „Limit“?

      • Hallo,

        ich glaube wir haben gerade telefoniert 🙂
        Leider kann ich Ihnen da nicht weiterhelfen. Entweder Sie wenden sich direkt an die zuständigen Behörden in den USA oder das BMF kann Ihnen einen Tipp dazu geben.

        Viel Erfolg!
        Cornelia Meier

  8. Hallo liebe Reisekostenspezialisten,
    wir entsenden eine Kollegin für 3 Monate ins Ausland (USA – Arbeitsstätte befindet sich in den USA für diese Zeit). Während den 3 Monaten kann es zu Dienstreisen kommen (USA). Welchen Verpflegungsmehraufwand kann man dann hierfür ansetzen (48€?)?
    Viele Grüße,
    Debo

    • Hallo Debo,

      ich bin mir bei der Antwort nicht sicher. Meine Vermutung ist, dass Sie dem Mitarbeiter die Verpflegungspauschalen in Höhe von 48€ bzw. 32€ steuerfrei erstatten können.

      Im Zweifel fragen Sie bitte Ihren Steuerberater, Ihre Fachabteilung oder Ihr Finanzamt, die Ihnen eine verbindliche Auskunft geben können.

      Viele Grüße
      Hasan Yilmaz

  9. Sehr geehrte Damen und Herren,
    wenn ich einer Auslandstätigkeit in Italien nachgehe, am Anreisetag um 22 Uhr in Deutschland losfahre und mich um 24 Uhr zur Durchreise in Österreich befinde, welchen Pauschbetrag darf ich am ersten Tag geltend machen?
    Österreich wäre sozusagen nur Durchreiseland ohne Übernachtung.

    Und wie würde es sich mit einer Reise mit dem Zug gestalten?
    Vielen Dank
    Mirko

    • Hallo Mirko,

      am ersten Tag erhalten Sie die Pauschale von Deutschland. Vorausgesetzt Sie haben eine Übernachtung am Anreisetage.
      Liegt eine solche Übernachtung nicht vor, erhalten Sie am ersten Tag meiner Meinung nach keine Verpflegungspauschale.

      Das Verkehrsmittel spielt hierbei keine Rolle.

      Viele Grüße
      Hasan Yilmaz

  10. Hallo, wir arbeiten mehrere Wochen in der Schweiz (10 stunden täglich) übernachten aber täglich in Deutschland welcher Satz gilt.

    • Hallo Manni,

      in diesem Fall erhalten Sie die Verpflegungspauschale der Schweiz, da Deutschland nur für die Übernachtung aufgesucht wird.

      Viele Grüße
      Hasan Yilmaz

      • Aber gilt nicht. Es gilt die Pauschale des Landes in dem „Mann“ vor 24 Uhr eintrifft und somit die Pauschale für Deutschland?

        • Sorry, ich meinte:
          Gilt nicht die Pauschale des Landes in dem der Mitarbeiter vor 24 Uhr eintrifft? Dann müsste doch in diesem Fall die Pauschale von Deutschland angesetzt werden.

  11. Sehr geehrter Herr Yilmaz,

    Frage zu den Spesensätzen.
    Ein Mitarbeiter arbeitet von Montag bis Donnerstag in der Türkei (nicht Istanbul oder Izmir). Er fährt dann am Donnerstag nach Istanbul und übernachtet dort von Do auf Fr. Dann fliegt er nach Deutschland zurück.
    Bekommt er nun für den Abreisetag auch den Satz von Istanbul oder dem des anderen Ortes.

    Danke für die Antwort

    • Hallo Herr Scherm,

      wenn in Istanbul keine geschäftliche Tätigkeit stattgefunden hat und er nur übernachtet hat, bleibt in Ihrem Fall der letzte Tätigkeitsort die Türkei, so dass er diese Pauschale erhält.

      Viele Grüße
      Hasan Yilmaz

  12. Hallo
    „Erstreckt sich eine Flugreise über mehr als zwei Kalendertage, so ist für die Tage, die zwischen dem Tag des Abflugs und dem Tag der Landung liegen, das für Österreich geltende Tagegeld maßgebend.“
    Aus welchem BMF Schreiben oder welcher Richtlinie geht diese Aussage hervor?
    Und wo finde ich die Regelung über Schiffsreisen?

    In den BMF-Schreiben zu Auslandstätigkeiten finde ich nur:
    *Für die in der Bekanntmachung nicht erfassten Länder ist der für Luxemburg geltende Pauschbetrag maßgebend, für nicht erfasste Übersee-und Außengebiete eines Landes ist der für das Mutterland geltende Pauschbetrag maßgebend*

    Mit freundlichen Grüßen,
    mirko

    • Hallo Mirko,

      Sie finden dies in der Lohnsteuerrichtlinie R 9.6 Abs. 3 Satz 4 Nr. 1 Satz 2 LStR
      oder auch im Lexikon für das Lohnbüro 2015, S. 1013 Nummer 18

      Viele Grüße
      Jens Richert

  13. Guten Tag liebe Reisekostenspezialisten, wir haben folgenden Fall: ein Mitarbeiter fliegt von Deutschland in die USA, um dort mehrere Tage zu arbeiten. Er übernachtet an einigen Tagen in den USA, an anderen Tagen übernachtet er in Kanada, fährt aber jeden Tag wieder in die USA zur Arbeit. Gilt hier, dass wir für die einzelnen Tage jeweils immer das Land ansetzen, in dem er kurz vor bzw. nach MItternacht war, um die Verpflegungspauschale zu bestimmen (also Zahlung der Verpflegungspauschale USA bei Übernachtung in den USA und Zahlung der Verpflegungspauschale Kanada bei Übernachtung in Kanada) oder gilt, dass er die überwiegende Zeit des Tages in den USA gearbeitet hat? Vielen Grüße Travel Manager Diana

    • Hallo Diana,

      bei Auslandsreisen setzen Sie den Verpflegungsmehrwaufwand des Landes an, an welchem sich der Mitarbeiter um 24:00 Uhr ortszeit befindet. Wenn er also, wie in Ihrem Beispiel in den USA zwar arbeitet, dann aber nach Kanada reist und sich um 24:00 Uhr ortszeit in Kanada befindet, erhält der Mitarbeiter für den Tag den Verpflegungsmehrwaufwand für Kanada.

      Alle Kürzungen, die aufgrund von gestellten Mahlzeiten in Betracht gezogen werden, müssen dann im oben genannten Beispiel von der kanadischen Pauschale ermittelt werden.

      Bsp.: Übernachtung in Kanada, Frühstück in Kanada, Mittagessen in USA, Abendessen in USA, Ankunft in Kanada im Hotel vor 24:00 Uhr. An diesem Tag erhält der Mitarbeiter die Pauschalen von Kanada und jede Mahlzeit, gleich wo sie stattgefunden hat, wird von der kanadischen Pauschale ermittelt. Klingt komisch, ist aber so 🙂

      Viele Grüße
      Hasan Yilmaz

  14. Hallo,

    Ich bin Vertriebsmitarbeiter im Außendienst und betrue unserer Auslandskunden. Ich reise also sehr oft durch ganz Europa.
    Unser alter Chef hat mir mündlich die Auszahlung der Pauschalsätze des Verpflegungsmehraufwands zugesagt und seit 1,5 Jahren erhalte ich diese auch immer.
    Unser neuer Chef ist nun der Ansicht, diese Erstattungen würden generell nicht für Außendienstler gelten (oder andere Arbeitnehmer, deren Tätigkeit mit regelmäßigem Reisen verbunden ist), sondern nur für Arbeitnemher, die hin und wieder mal reisen, also eher als Ausnahme zur normalen Tätigkeit.
    Alles, was ich dazu finde ist, dass der Kreis der betroffenen Personen nirgends eingeschränkt wird, sondern immer von Arbeitnehmern ganz allgemein die Rede ist.
    Wie sehen Sie das? Gibt es dazu eine Richtlinie oder Verordnung?

    Danke.

    MfG,
    Egon B.

    • Hallo Egon B.,

      grundsätzlich haben Sie Anspruch auf steuerfreie Pauschalen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind (Reise über 8 Stunden, 3-Monatsregel nicht erfüllt). Ihr Arbeitgeber muss Ihnen diese Pauschalen allerdings nicht bezahlen. Zahlt er diese nicht, können Sie nur noch innerhalb Ihrer Einkommenssteuererklärung die steuerfreien Pauschalen geltend machen.

      Dazu sollte Ihr Arbeitgeber auflisten, welche Pauschalen Ihnen zugestanden hätten, so dass Sie das dem Finanzamt gegenüber belegen können.

      Aus meiner Erfahrung her zahlen die meisten Unternehmen gerade Außendienstmitarbeitern die Pauschalen, da genau diese Personengruppe viel unterwegs ist und die Kosten für die Verpflegung außerhalb der Wohnung mit der Verpflegungspauschale abgefangen werden sollen.

      Viele Grüße
      Hasan Yilmaz

  15. Hallo,

    ich habe nachfolgende Frage:
    Ein Kollege bekommt im Ausland die Übernachtung mit Frühstück von einem Kunden gestellt.Die Hotelrechnung ist also nicht ersichtlich. Somit auch nicht die Höhe der Frühstückskosten. In der Reiserichtlinie steht ….und erhält dafür eine Verpflegungspauschale, so ist diese um erhaltene Mahlzeitenzu kürzen(wenn diese durch …..veranlasst sind). Er gibt nun auf der Reisekostenabrechnung an: Übernachtung mit Frühstück * vom Kunden gestellt.
    Wie verhalte ich mich nun, ziehe ich die Pauschale ab?

    • Hallo Angela,

      der wichtig Begriff hier in der Reiserichtlinie ist „veranlasst“. Eine Mahlzeit gilt dann als „Veranlasst“, wenn der Arbeitgeber die Kosten für die Mahlzeit direkt oder indirekt bezahlt. Würde also der Kunde die Kosten für die Übernachtung mit dem Frühstück an den Arbeitgeber des Mitarbeiters weiterbelasten und somit der Arbeitgeber die Kosten tragen, müsste die Pauschale gekürzt werden.

      Findet eine solche Weiterbelastung nicht statt und die Kosten werden komplett vom Kunden getragen, dann muss streng genommen die Pauschale nicht gekürzt werden.

      Viele Grüße
      Hasan Yilmaz

  16. Wir müssen manchmal Dienstreisen von externen Mitarbeitern mit Ministerien abrechnen- wir zahlen die Reisekosten an die Mitarbeiter und holen uns das Geld dann wieder vom Ministerium.
    In diesem Zusammenhang müssen wir aber nicht die Tagesätze nehmen, wie es da Bundesministerium der Finanzen vorschreibt, sondern die Tagessätze wie sie das Bundesministerium des Innern nach § 14 Abs.3 BRKG in der ARVVWV festlegt.
    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&sqi=2&ved=0ahUKEwiEu6ec7fTMAhVkGsAKHb5GA5kQFggpMAE&url=http%3A%2F%2Fwww.bva.bund.de%2FSharedDocs%2FDownloads%2FDE%2FDLZ%2FRechtsgrundlagen%2FDienstreisen%2Farvvwv_2016_pdf.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D3&usg=AFQjCNG9UMjWT-XwDwVP1Cui4spylnruzA&bvm=bv.122676328,d.d24&cad=rja
    Dort steht aber nichts, wie sich dieser Satz bei Anreise- und Abreisetagen verhält (z.B. 15.00 Uhr Abflug in Frankfurt, Ankommen 19.00 Uhr in Moskau)- in der Praxis wird dies dann mit 80% berechnet. Aber wo ist die rechtliche Grundlage? Sämtliche Beispiele beziehen sich immer auf die Tabelle, die das Bundesministerium für Finanzen herausgegeben hat, aber da sind die Tagessätze für Ab- und Anreisetage (80% des BMI- Satzes) und für Volltage (120% des BMI- satzes) schon vorgegeben.
    Vielen dank für die Antwort.

  17. Hallo Herr Yilmaz,
    ich habe einen Fall, bei dem ich mir ebenfalls mit der Abrechnung nicht sicher bin:
    14.3. Anreise mit Firmenbesuch auf dem Weg in Deutschland 8-18 Uhr.
    Übernachtung an der Schweizer Grenze in Deutschland
    15.3. 10 Stunden Meeting in der Schweiz, danach zurück in deutsches Hotel
    16.3. Wieder 10 Stunden bei Firma in der Schweiz und Übernachtung in Deutschland.
    17.3. Rückreise von deutschem Hotel aus mit Firmenbesuch in Deutschland auf dem Weg.

    Es würde mich sehr freuen wenn Sie mir weiterhelfen können.

    Schönen Gruß
    Frank

    • Hallo Frank,

      wenn Sie am 14.3. um 24:00 Uhr noch in Deutschland waren, erhalten Sie für diesen Tag die Pauschale von Deutschland.
      Für die restlichen Tage erhalten Sie die Pauschale der Schweiz.

      Viele Grüße,
      Hasan Yilmaz

  18. Hallo,
    ich habe einen Fall bei dem mir mehrere verschiedene Auslegungen dargestellt wurden und mich interessiert eigentlich nur wie es richtig ist.

    Reiseverlauf: München-Paris-München
    Abreise von Zuhause: 15.02.16 / 06:00 Uhr
    Landung in Deutschland: 15.02.16 / 22:30 Uhr
    Rückkehr Zuhause: 16.02.16 / 0:30 Uhr

    Klar ist für mich, dass der Reisende für den 15.02.16 die VP i.H.v. 39€ für Paris erhält.
    Meine Frage:
    Bekommt er für den 16.02.16 (für die 0,5Std) ebenfalls eine VP? Fall ja, wäre es dann die Pauschale für Paris oder für Deutschland?
    Ich selbst tendiere zu 0€, weil er nicht übernachtet hat.
    Jedoch sind alle Meinungen die ich eingeholt habe unterschiedlich, deshalb bin ich am Zweifeln.

    Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen.
    Vielen Dank im Voraus schon mal.

    VG
    Christian

    • Hallo Christian,

      richtig, am 15.02. erhalten Sie die Verpflegungspauschale von Paris (39 €). Für den 16.02. kann ich Ihnen aber leider auch nicht die „richtige“ Lösung präsentieren.
      Mit Ihrem Fall haben Sie direkt in die Grauzone getroffen 🙁

      Im BMF-Schreiben vom 24.10.2014 (Seite 27, Randziffer 48) gibt es ein Beispiel, weshalb wir uns für diese Vorgehensweise entschieden haben:
      Sie erhalten am 16.02. die Verpflegungspauschale von Paris (39 €), da Paris Ihr letzter Tätigkeitsort ist. Ob Sie auf der Rückreise übernachtet haben oder nicht, spielt hier keine Rolle.

      Bis zu diesem Beispiel war die Sache für uns klar: Um am 16.02. die Abreisepauschale zu erhalten, müssten Sie auswärts übernachtet haben. Diese Vorgehensweise wird aber auch noch genutzt.

      Ich sende Ihnen hier noch den Link zu unserem Beitrag, darunter finden Sie auch das BMF-Schreiben:
      http://www.reisekosten.de/augen-auf-bei-der-rueckreise/

      Ich hoffe, ich habe Sie nun nicht total verwirrt.

      Viele Grüße
      Cornelia Meier

  19. Vielen Dank für die Antwort.
    Ist es denn möglich die Zahlung der Verpflegungspauschale zu unterbrechen aber den Auslandsaufenthalt fortzusetzen und nach 4 Wochen die Zahlung wieder aufnehmen oder muss zwingend die Reise unterbrochen werden?
    Vielen Dank für die Antwort

    • Hallo Frau Laufing,

      das Bundesfinanzministerium/BMF-Schreiben als auch die gesamte Fachliteratur geht davon aus, dass eine Unterbrechung vorliegen muss, um weiterhin steuerfreie Verpflegungspauschalen erhalten können.

      Viele Grüße
      Hasan Yilmaz

  20. Frage:
    wenn ich von Mai bis August auf Auslandstätigkeit bin und im Juli 3 Wochen unterbreche, kann ich die drei Wochen für die Pauschale an die 3 Monate ranhängen, also bis in den August verlängern so das insgesamt 12 Wochen Pauschale bezahlt werden, die Reise aber länger dauert?
    Vielen Dank für eine Antwort.
    Sybille Laufing

    • Hallo Sybille,

      leider nein. Die Unterbrechnung muss mindestens 4 Wochen dauern, damit die Verpflegungspauschale nach 12 Wochen immernoch steuerfrei gewährt werden kann.
      Die 3 Wochen können Sie nicht einfach als Verlängerung nutzen. Ab der 13. Woche erhalten Sie keine steuerfreie Verpflegungspauschale mehr.

      Viele Grüße
      Cornelia Meier

  21. Frage zur Dreimonatsfrist:
    Wir haben einen Mitarbeiter der 10 Wochen lang mind. 3x/Woche an der selben auswärtigen Tätigkeitsstätte tätig war. In den letzten zwei Wochen war er nur noch 2x/Woche dort . Wird dadurch die Dreimonatsfrist aufgehoben?

    Vielen Dank für die Anwort

    • Hallo Thomas,

      mit der ersten Woche hat die Frist für die 3-Monatsregel bereits begonnen. Damit diese nun unterbrochen wird, bedarf es einer Unterbrechung von vier Wochen. Insofern spielt es in Ihrem Fall keine Rolle, dass der Mitarbeiter nur noch 2x die Woche zur Tätigkeitsstätte gefahren ist.

      Viele Grüße
      Hasan Yilmaz

      • Sehr geehrter Herr Yilmaz,
        erst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Diese hat mir sehr geholfen.
        D. h., wenn ich das richtig verstehe, würde für einen Mitarbeiter, der in der ersten Woche 3x an der selben auswärtigen Tätigkeitstätte tätig wird und diese in den nächsten 11 Wochen nur noch 1x/Woche aufsucht die Dreimonatsfrist zählen.
        Er würde dann ab der 13. Woche, auch wenn er 5x/Woche an dieser Tätigkeitsstätte tätig werden würde, keinen Anrecht auf die Zahlung von steuerfreien Verplegungspauschalen haben?.Wäre das wirklich so?
        Vielen Dank für die Anwort
        Mit freundliche Grüßen
        Thomas

        • Hallo Thomas,

          ja, das ist korrekt. Egal, wie oft, Ihr Mitarbeiter innerhalb der Dreimonatsfrist die selbe auswärtige Tätigkeitsstätte besucht, die Dreimonatsfrist läuft.
          Nach 12 Wochen muss eine Unterbrechnung von 4 Wochen stattfinden, damit die Verpflegungspauschale weiterhin gewährt werden kann. Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben:
          Ja, ab der 13. Woche erhält Ihr Mitarbeiter keine Verpflegungspauschale mehr steuerfrei.
          Seit der Reisekostenreform 2014 ist der Grund der Unterbrechung unerheblich, es zählt nur noch die Unterbrechungsdauer.

          Viele Grüße
          Cornelia Meier

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.